Project Description

Künstler-Profil

Andreas Scholz

Geboren 1955 in Waldbröl, Deutschland

Künstler-Profil

Andreas Scholz

Geboren 1955 in Waldbröl, Deutschland

Gewachsene Harmonien

Text von Dr. Georg Leisten

Landschaften und Stillleben von Andreas Scholz

Man wär‘ gern dabei gewesen. Damals im Köln der späten 70er Jahre, als die Malerei wiederentdeckt wurde. Heftiger, städtischer und spaßbetonter als jemals zuvor. „Mülheimer Freiheit“ nannte sich das Kollektiv um Walter Dahn, Hans Peter Adamski und Peter Bömmels, deren hingefetzte Gemälde dem totgesagten Medium Leinwand eine ungeahnte Renaissance bescherten. In jener kurzen, neuwilden Epoche liegen auch die künstlerischen Anfänge des Malers Andreas Scholz. Sein ehemaliges Kölner Atelier befand sich in unmittelbarer Nähe von Sigmar Polke, dem beinah einzigen der älteren Generation, zu dem die punkige Künstlerjugend noch respektvoll aufblickte. Nachts zog der junge Scholz mit seinen rebellischen Kollegen um die Häuser der Domstadt, tagsüber bei der Arbeit nahm er sich ebenfalls ein Beispiel an ihnen. Das neoexpressionistische Fieber, „die schlechtesten Bilder der Welt zu malen und ins Museum zu bringen“, so erinnert sich Scholz, hatte auch ihn gepackt.

Doch während die anderen den ironischen Dilettantismus zum Prinzip erhoben, blieb er für Scholz nur Durchgangsstation. Ein Umweg, wie man ihn mitunter braucht, um sich selbst zu finden. Scholz fand sich selbst. Und zu einer Kunst, die das in sich Ruhende sucht, statt die Dinge herauszuschleudern. Er ersetzte den Punk durch Stille, den Trash durch Wertarbeit, das dreckige Bunt durch zartkühle Farben. Dass sich der Lebensmittelpunkt des Malers schon seit Längerem nicht mehr in der rheinländischen Metropole befindet, sondern in der Nähe des Bodensees – es ist der biografische Gradmesser einer künstlerischen Umorientierung, die bis heute andauert. Das belegt auch die Ausstellung im Kunsthaus Frölich.

Arbeiten

Lindenhofpark

Öl auf Leinwand
signiert 
80 x 140 cm

Lauschige Lieblingsorte

Text von Dr. Georg Leisten

Das Genre ‚Landschaft‘ steht im Fokus von Scholz‘ Schaffen. In der Natur erblickt sein kreatives Auge eine gewachsene Harmonie, deren visuelle wie atmosphärische Essenz sein Pinsel herausdestilliert. Dabei sind es nicht irgendwelche Orte, die wir auf seinen Bildern sehen. Es sind Lieblingsorte des Künstlers. Plätze, an die es ihn immer wieder hinzieht. Seien es lauschige Badestellen am Bodensee oder Allgäuer Wiesen, hinterfangen vom erhabenen Fernblau der Gipfel. Mit dem ganzen Erfahrungswissen seines nun auch schon 60 Jahre währenden Lebens vermittelt uns Andreas Scholz das Einzigartige einer Wirklichkeit, die in seinen Bildern zur Kunst wird. Was aber nicht heißt, dass er dem Betrachter ausschließlich seine Sichtweisen aufdrängt und aus der Wiedererkennbarkeit ein Korsett macht, das eine freie Assoziation verhindert. Realismus in der Malerei bedeutet mehr als die Abbildung von Realität.

Die Auswahl im Stuttgarter Kunsthaus Frölich widmet sich insbesondere den Bodensee-Veduten des Künstlers. Dass die Schau den Titel „Lebenselixier“ trägt, hat zwei Gründe: Zum einen sind das Wasser und seine Fließbewegungen die zentralen Stimmungsträger vieler Gemälde. Durch die tanzenden Reflexe der Sonne auf den Wellen oder die Spiegelungen der Uferzone kommuniziert die Wasseroberfläche mit dem gesamten Bildraum. Zum anderen spielt Scholz darauf an, dass das flüssige Nass aus dem Bodensee ein Lebensmittel von besonderer Reinheit darstellt. Sogar aus den Stuttgarter Leitungen sprudelt das ‚Lebenselixier‘ vom Schwäbischen Meer und verbindet so den Ausstellungsort mit der Wahlheimat des Malers.

Lindenhofpark

Öl auf  Belgischer Leinwand
signiert 
140 x 170 cm

Frau mit orangenem Tuch

Öl auf  Leinwand
signiert 
65 x 65 cm

Allgäu im Frühjahr

Öl auf Leinwand
signiert
70 x 180 cm

Landschaft … Weg im Allgäu

Öl auf Holz
signiert
22 x 50 cm

Landschaft … Weg im Allgäu

Öl auf Holz
signiert
20 x 50 cm

Tanne im Allgäu

Öl auf Leinwand
signiert
70 x 140 cm

Wassergedanken

Text von Dr. Georg Leisten

Kunsthistorische Rückendeckung geben ihm dabei nicht zuletzt die Maler der Schule von Barbizon, die später dem Impressionismus den Weg bereiteten. Sie kamen aus Paris, doch wie Scholz wendeten sie sich schon vor fast 200 Jahren vom Metropolenrummel ab. Die Natur betrachteten sie als intimen Ruheraum, nicht als Projektionsfläche für arkadische Sehnsüchte oder Heilserwartungen wie noch Klassizisten und Romantiker.

Bei den Barbizon-Vertretern hat Andreas Scholz den unverstellten Zugriff auf die Welt gelernt. Er lässt sich ein auf das, was vor ihm liegt, mag es zunächst auch unspektakulär erscheinen. Von den Impressionisten wiederum weiß er, dass derselbe Ort niemals der gleiche ist, so oft er ihn auch malt. Tageszeit, Wetter und Wellenbewegung verleihen zum Beispiel seiner bevorzugten Bodensee-Badestelle in jedem neuen Werk die Individualität des unwiderruflichen Augenblicks. Liegt darin nicht auch eine philosophische Dimension? Deutschlands bedeutendstes Binnengewässer wird bei Scholz zum Sinnbild für die Wandelbarkeit des Seins. Vergleichbare Wassergedanken beschäftigten bereits den griechischen Vorsokratiker Heraklit. „Wer in ein und denselben Fluss steigt, dem fließt anderes und wieder anderes Wasser zu.“

Die bei aller figürlichen Präzision über das Besondere hinausweisende Strahlkraft der malerischen Sujets stellt auch eine konzeptuelle Verbindung zwischen den Landschaften des Künstlers und seinen Stillleben dar. Im Unterschied zu den barocken Altmeistern dieser Gattung sind Scholz‘ Bilder nicht mit überquellenden Obstschalen, frisch geschossenem Wildbret oder wagenradgroßen Käselaiben vollgepackt. Im Gegenteil, streng und asketisch reiht sich Zitrone neben Zitrone, folgt Weinflasche auf Weinflasche. Worum es Scholz dabei geht, ist ein profanes Erntedankfest. Jede einzelne Frucht, die uns nährt, drückt eine Zufriedenheit mit dem Gegebenen aus. Auch das ist eine Feier der Natur.

Badestelle am Bodensee

Öl auf Leinwand
signiert 
170 x 60 cm

Badestelle mit Segelschiffen

Öl auf Leinwand
signiert 
100 x 70 cm

Lindenhofpark – Seesicht durch hängende Zweige

Öl auf Leinwand
signiert 
140 x 170 cm

Bodensee – Badestelle

Öl auf Leinwand
signiert 
60 x 80 cm

Bodensee

Öl auf Holz
signiert
26,5 x 24 cm

Bodensee – Mauer am See mit Löwe

Öl auf Leinwand
signiert
18 x 24 cm

Lindenhofpark – Fernsicht

Öl auf Leinwand
signiert 
100 x 120 cm

Edition

signierte und limitierte Originalgrafiken

Seriegraphie

auf Bütten

signiert, Nr. 2/20 (limitierte Auflage)

Seriegraphie 

mit einer Originalzeichnung überarbeitet (rote Figur vorne links)

auf Bütten

signiert, Nr. 2/20 bzw. Original

Seriegraphie

auf Bütten

signiert, Nr. 2/20 (limitierte Auflage)

Edition du Bourdaric

D’UN JARDIN A L’AUTRE

L‘ ANCIEN RÈGNE

Edition mit Text von

Michel Houellebecq

und einer Originalgrafik

von Andreas Scholz

Stillleben

Wassertropfen I

Öl auf Leinwand/Holzplatte
signiert
20 x 15 cm

Wassertropfen II

Öl auf Leinwand/Holzplatte
signiert
20 x 15 cm

Wassertropfen III

Öl auf Leinwand/Holzplatte
signiert
20 x 15 cm

Wassertropfen IV

Öl auf Leinwand/Holzplatte
signiert
20 x 15 cm

Zuckerdosen – achtteilig

Öl auf Holz
signiert 
20 x 120 cm bzw. 8 x 20 x 15 cm

Zuckerdose

Öl auf Holz
signiert 
20 x 15 cm

Zitrone

Öl auf Holz
signiert 
17,5 x 23 cm

Kerze

Öl auf Leinwand
signiert
50 x 20 cm

Wasserhahn

Öl auf Leinwand
signiert
50 x 20 cm

Kerze

Öl auf Leinwand
signiert
50 x 20 cm

Rotweinflasche

Öl auf Leinwand
signiert
40 x 20 cm

Stillleben mit Aubergine

Öl auf Holzplatte
signiert
39 x 53 cm

Rotweinflasche

Öl auf Leinwand
signiert
40 x 20 cm

Glasstillleben

Öl auf Holzplatte
signiert 
110 x 125 cm

Stillleben Flaschen

Öl auf Holz
signiert
72 x 69 cm

Stillleben mit Peperoni

Öl auf Holz
signiert
80 x 100 cm

Andreas Scholz hat seine Werke während der letzten 40 Jahre in unzähligen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Russland, der Schweiz, Frankreich, Österreich, Indien, Belgien oder den USA gezeigt.

Ausstellungen (Auswahl)

2019 Iphofen Galerie Max 21
2018 Vallons Pont d’Arc Galerie du Bourdaric Edition du Galerie avec Michel Houellebecq et Andreas Scholz
2017 Düsseldorf Happy New Drawings and other Objects* Burkhard Eikelmann Galerie
2017 Tauberbischofsheim Kunstverein Tauberbischofsheim
2017 Amtzell WEBO Kultur im Werkzeugbau; mit Carrington-Brown und Titus Dittmann; Kunstaktion Motion
2016 Zürich Kunst Zürich; 22nd International Contemporary Art Fair; (one.man-show) Edition Brouwer
2016 Kißlegg grün; Neues Schloss Kißlegg
2014 Vallon Pont d’Arc les artistes de la galerie
2014 Iphofen Galerie Max-21*
2014 Achberg Schloss Achberg Kunst Oberschwaben 20. Jahrhundert 1970 bis heute*
2013 Vallon Pont d’Arc Galerie Du Bourdaric
2012 Bergisch Gladbach Galerie Anne Malchers*
2012 Vallon Pont dArc Salles des Gardes Peintures de l’Ardèche
2012 La Garenne Colombes Salle d’Exposition de la Médiathèque Peintures de l’Ardèche
2012 Regensburg Galerie Peter Bäumler Vom Wasser*
2011 Achberg Schloss Achberg Schau mal! Künstler im Dialog mit jungen Menschen*
2011 Bergisch Gladbach Galerie Anne Malchers*
2010 Leibertingen-Thalheim Galerie Werner Wohlhüter
2010 Augsburg Kunstverein Augsburg
2009 Ravensburg Galerie Doris Hölder* (Neues aus dem Atelier)
2009 Bergisch Gladbach Galerie Anne Malchers (Jubilumsausstellung)
2009 Achberg Schloss Achberg
2009 Dornbirn art Bodensee 09* (Galerie Doris Hölder)
2008 Düsseldorf Galerie Eikelmann
2008 Wangen Sätdtische Galerie und Museum in der Badstube
2008 Regensburg Galerie Peter Bäumler*
2008 Ravensburg Galerie Doris Hölder*
2008 Wien (AU) Galerie Exner* (Real 08)
2008 Karlsruhe Art Karlsruhe* (arke Galerie)
2007 Nürnberg Galerie Voigt
2007 London (GB) Bridge Art Fair London* (Galerie Eikelmann)
2007 Palma (ES) Tres Temps Galeria Mallorca
2007 Dortmund arke Galerie
2007 Dornbirn (AU) art bodensee 07* (Fischerplatz Galerie Ulm)
2007 Ulm Fischerplatz Galerie Ulm Wege zum Wasser
2007 Regensburg Galerie Peter Bäumler
2007 Köln UniqueGallery Beachscenes II
2006 Düsseldorf Galerie Eikelmann Landscapes*
2006 Köln art fair Cologne 06* (Galerie Eikelmann)
2006 Bergisch-Gladbach Galerie Anne Malchers
2006 Dortmund arke Galerie
2006 Moskau (USSR) art moscow 06* (Galerie Eikelmann)
2006 Genf (CH) Galerie estivale d’Aniere
2006 Dornbirn (AU) art bodensee 06*
2006 Lindau Villa Gruber; Lindenhof; Bad Schachen
2006 Hamburg BHF Bank Hamburg (Galerie Eikelmann)
2006 Kronberg Galerie Paul Sties
2006 Karlsruhe Messe Art Karlsruhe*2005 Nürnberg Galerie Voigt/ Franken Campus; Zwischen Idylle und Realismus*
2005 Berlin Berliner Liste * (Galerie Eikelmann)
2005 Köln art fair Cologne 05 (Galerie Eikelmann)
2005 Moskau (USSR) art moscow* 05 (Galerie Eikelmann)
2005 Karlsruhe Messe Art Karlsruhe*
2005 Essen RWE Systems AG Essen (Galerie Eikelmann)
2005 Dornbirn (AU) art bodensee 05 (one-man-show)
2005 Regensburg Galerie Peter Bäumler*
2005 Dortmund arke Galerie*
2004 Achberg Schloß Achberg „Was bleibt ist die Kunst“; Ausgewählte Werke aus der Sammlung des Landkreises*
2004 Düsseldorf Beachscenes I Galerie Burkhard Eikelmann
2004 Dortmund arke Galerie
2004 Kronberg Galerie Paul Sties
2004 Karlsruhe Messe Art Karlsruhe*
2004 S’Alqueria Blanca (ES) Tres Temps Galeria
2003 Neu Delhi (IND) India International Center
2003 Köln Galerie Markus Schmitz
2003 Köln Galerie Burkhard H Eikelmann
2003 Wangen i. A. Städtische Galerie und Museum in der Badstube Baden gehen IV*
2003 Köln Galerie der Stadt Köln im Stadtmuseum Köln/ Zeughaus Querblick*
2002 Nürnberg Galerie B. Voigt
2002 Bergisch Gladbach Galerie Anne Malchers
2001 Köln Galerie Markus Schmitz
2001 Sande Galerie Schlieper
2001 Innsbruck (AU) Art Innsbruck 2001* Galerie Burkhard H Eikelmann
2001 Köln Messe KUNSTKLN 2001* Galerie Burkhard H Eikelmann (Katalog)*
2000 Berlin Galerie United Arts
2000 Wangen Städtische Galerie und Museum in der Badstube Arbeiten aus 10 Jahren
1999 Düsseldorf Kunst- und Informationsmesse Düsseldorf
1999 Essen Galerie Burkhard H Eikelmann (Katalog)
1999 Düsseldorf Grosse Kunstausstellung NRW Düsseldorf 1999 one-man-show
1998 Düsseldorf Grosse Kunstausstellung NRW Düsseldorf 1998 (Katalog)*
1997 Frankfurt Messe Art Frankfurt (one-man-show)
1997 Berlin Galerie Hofkunst
1997 Düsseldorf ART Galerie Leuchter & Peltzer
1996 Essen Galerie Burkhard H Eikelmann (Katalog)
1996 Mannheim Kunstherz
1996 Köln Galerie Thomas Zander
1995 Berlin Herrschaft des Schönen
1995 Essen Erotic Art
1995 Berlin Memento Mori
1994 Essen Galerie Burkhard H Eikelmann
1994 Amsterdam (NL) Galerie Siau
1993 Köln Domhotel
1988 Brühl Performance: Bildersäule
1987 Mykonos (GR) Der Kartoffelplanet II
1986 Köln Köln Atelier Der Kartoffelplanet I
1985 Köln Kunsthalle (Köln-Kunst)*
1984 Euskirchen Kunstverein Euskirchen
1983 Köln Kölnischer Kunstverein*
1983 Köln Amerika Haus
1983 New York (USA) Pratt Grafics Center Brooklyn*
1982 New York (USA) Pratt Manhattan Center*
1982 Brühl Schloß Augustusburg (Orangerie)
1982 New York (USA) City University*
1980 Brüssel (BE) An-Hyp-Art-Center
1980 Köln WDR; Vierscheibenhaus
1980 Köln Galerie Glockengasse (4711 Haus)
1979 Brühl Städt. Galerie
1978 Bocholt Galerie im Rathaus

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